Dienstunfähigkeitsversicherung für Juristen wie Richter oder Staatsanwalt

 juristen koennen auch dienstunfaehig werden

Als Jurist bezeichnet man in der Regel einen Akademiker, welche ein Studium für die Rechtswissenschaft abgeschlossen haben. Eine Juristenausbildung ist zweistufig, zum einen umfasst es das Studium selbst an einer Universität und dazu folgt eine zweijährige praktische Ausbildung z. B. als Rechtsreferendariat. Damit überhaupt ein Studium begonnen werden kann ist das Abitur (Hochschulreife) eine zwingende Voraussetzung. Nach der ersten Staatsexamprüfung beginnt der Vorbereitungsdienst. Wenn diese wichtige Hürde geschafft ist, stehen die Wege für Berufe wie Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Notar oder Beamte in höheren Dienst offen. Nach Abschluss des zweiten juristischen Staatsexamen werden die Absolventen häufig als "Volljurist" bezeichnet.

 

Dienstunfähigkeitsversicherung für Staatsanwälte

staatsanwalt DU Klausel in Berufsunfähigkeitsversicherung

Staatsanwälte sind Beamte in höheren Justizdienst, deren Aufgaben umfassen strafrechtliche Ermittlungen. Die Polizei arbeitet eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen und teilen sich untereinander die Ermittlungsergebnisse mit. Ob eine Anklage erhoben wird oder nicht, dass entscheidet der Staatsanwalt. Wichtige Aufgaben wie Zoll- oder Steuerfahndung gehören selbstverständlich auch dazu.

 

Staatsanwälte werden nach der Besoldungsordnung R vergütet. Das bedeutet, dass ein hohes Einkommen vorliegt. Wichtig: Erst nach Ablauf der 5 Jahre (Dienstjahre) besteht überhaupt ein Anspruch auf eine Dienstunfähigkeitsrente. Im Falle einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand durch eine Dienstunfähigkeit besteht eine große Versorgungslücke. Eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung reicht hier nicht aus, denn diese muss eine DU-Klausel (Dienstunfähigkeitsklausel) beinhalten. Diese stellt sicher, dass eine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand eine entsprechende Vergütung für den Staatsanwalt sicher stellt. Auch hier ist die Entscheidung für die echte und richtige DU-Klausel von Bedeutung. Damit sie als Staatsanwalt im Leistungsfall gut versorgt sind, empfehlen wir Ihnen einen unverbindlichen und kostenfreien Vergleich der DU-Klauseln am Markt.

 

Was ist eine Dienstunfähigkeitsklausel?

 

Die DU-Klausel bedeutet nichts anderes, dass der Versicherungsschutz für Beamte besteht. Hier muss jedoch deutlich unterschieden werden: Es gibt echte, unechte bzw. beschränkte Klauseln.

 

Beispiel einer echten Beamtenklausel

"Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit“.

Beispiel einer unechten DU-Klausel

"...wird ein Beamter wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, beurteilt sich die Berufsunfähigkeit des Beamten nach der Anwendung der allgemeinen Absätze...."

Eigentlich ist das gar keine richtige Beamtenklausel, denn hier wird die Dienstunfähigkeit nach den Kriterien der Berufsunfähigkeit bewertet. Wer eine solche oder ähnliche Klausel im Vertrag hat, kann eigentlich gleich eine ganz normale Berufsunfähigkeitsversicherung ohne DU-Klausel abschließen.

 

DU Versicherung vergleichen

Folgende Tabelle zeigt die Folgen bei einer Dienstunfähigkeit an:

 

  Krankheit / Freizeitunfall Dienst-Unfall Dienst Beschädigung
Jurist auf Widerruf Entlassung und Nachversicherung in der GRV Unterhaltsbeitrag nach § 38 BeaVG Unterhaltsbeitrag nach § 38 BeaVG
Richter auf Probe Entlassung und Nachversicherung in der GRV Unfallruhegehalt URG Ruhegehalt
Staatsanwalt auf Lebenszeit Volle Beamtenrechtliche Versorgung, die Höhe ist aber abhängig von den Dienstjahren. Wichtig: Wartezeit 5 Jahre beachten.

 

Doch auch auf Lebenszeit verbeamteter Richter oder Staatsanwalt sollte vorsorgen, denn in den ersten 20 - 30 Jahren sind die Bezüge einer Dienstunfähigkeitsrente bei einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand nicht gerade hoch. Eine private Vorsorge mit einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung ist daher zwingend notwendig.

 

Auch Richter können von der Dienstunfähigkeit betroffen sein

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Ein Richter übt ein öffentliches Amt bei einem Gericht aus. Dabei soll er als neutrale Person "unparteiisch" sein und somit eine Art Gerechtigkeit gegenüber jedem ausüben.  Bei einer Befangenheit kann auch ein Richter ausgetauscht werden. Der Arbeitgeber ist in der Regel der Bund oder ein Land. Er steht in ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis was der Beamten ähnlich ist. Nach Abschluss eines Studiums zur Rechtswissenschaft kann die Ernennung zu einem Richter (Berufsrichter) erfolgen. Ferner gibt es auch Ehrenamtliche Richter, welche jedoch nur bei ganz bestimmten Fällen tätig werden dürfen.

 

Erst nach 40 Dienstjahren wird der volle Anspruch auf ein Ruhegehalt erreicht, ferner hat auch ein Richter (wie der Staatsanwalt auch) eine Wartezeit von 5 Dienstjahren zu erfüllen, bevor es überhaupt eine Leistung seitens des Dienstherrn (Bund oder Länder) gibt. Aufgrund der hohen Besoldungsgruppe wird nach Ablauf der 5 Jahresfrist durchaus schon ein vernünftiges Ruhegehalt ausgezahlt, was ggf. zum Leben ausreicht. Jedoch ist auch hier die Versorgungslücke groß. Da Richter nur einen Beamtenähnlichen Status haben, braucht diese Berufsgruppe eine echte, auf Richter und Staatsanwälte, zu geschnittene Dienstunfähigkeitsversicherung.

 

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