Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamten Berufe, Zollbeamte, Telekombeamte oder Postbeamte

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Da es in Deutschland eine Vielzahl von weiteren Beamten gibt, können wir diese nicht alle auflisten. Einen kleinen Auszug von verschiedenen Beamtenberufsgruppen folgt weiter unten.  Wichtig zu wissen gilt jedoch, dass unterschiedliche Ausbildungswege zu unterschiedlichen Beamtenberufen und Besoldungsgruppen führt. Es gibt den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Im einfachen Dienst reicht schon der Hauptschulabschluss oder eine vergleichbarer Schulabschluss. Der mittlere Dienst setzt einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss inkl. Berufsausbildung voraus. Im gehobenen Dienstgrad wird das Abitur bzw. vergleichbarer Abschluss als Voraussetzung bewertet. Verbeamtete im höheren Dienstverhältnis müssen ein abgeschlossenes Studium in dieser Laufbahn erreicht haben.

 

Was sind die Ursachen der Dienstunfähigkeit bei Beamten?

Ursachen der Dienstunfaehigkeit

Quelle: Morgen & Morgen

Wie man in der Statistik gut erkennen kann, sind die Gründe für einen Unfall nur knapp über 10% der Fälle. Krebs, Psyche oder Herz und Kreislauferkrankungen, das sind die häufigsten Gründe der Dienstunfähigkeit.

 

Folgen bei der Dienstunfähigkeit bei Beamten

 

  Krankheit / Freizeitunfall Dienst-unfall Beschädigung
Beamtin auf Widerruf Entlassung und Nachversicherung in der GRV Unterhaltsbeitrag nach § 38 BeaVG Unterhaltsbeitrag nach § 38 BeaVG
Beamtin auf Probe Entlassung und Nachversicherung in der GRV Unfallruhegehalt URG Ruhegehalt
Beamter auf Lebenszeit Volle Beamtenrechtliche Versorgung, die Höhe ist aber abhängig von den Dienstjahren. Wartezeit muss erfüllt sein.

 

Doch auch auf Beamte auf Lebenszeit sollte vorsorgen, denn in den ersten 30 Jahren sind die Bezüge einer Dienstunfähigkeitsrente bei einer vorzeitigen Versetzung in den Ruhestand nicht gerade hoch. Eine private Vorsorge mit einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung ist daher zwingend notwendig. Als Faustregel gilt rund 1,8% Steigerung der Dienstbezüge pro Dienstjahr.

 

Warum die DU-Klausel im Falle einer Dienstunfähigkeit so wichtig ist!

 

Die DU-Klausel (auch Dienstunfähigkeitsklausel genannt) bedeutet nichts anderes, dass der Versicherungsschutz für Beamte besteht. Hier muss jedoch deutlich unterschieden werden: Es gibt echte, unechte bzw. beschränkte Klauseln.

 

Beispiel einer echten DU-Klausel

"Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit“.

Beispiel einer unechten DU-Klausel

"...wird ein Beamter wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt, beurteilt sich die Berufsunfähigkeit des Beamten nach der Anwendung der allgemeinen Absätze...."

 

Eigentlich ist das gar keine richtige Beamtenklausel, denn hier wird die Dienstunfähigkeit nach den Kriterien der Berufsunfähigkeit bewertet. Wer eine solche oder ähnliche Klausel im Vertrag hat, kann eigentlich gleich eine ganz normale Berufsunfähigkeitsversicherung ohne DU-Klausel abschließen.

 

Beamtenberufe die mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung abgedeckt werden!

 

Beamten im einfachen Dienst

Die unterste Laufbahn für Beamte setzt als Grundvoraussetzung einen Hauptschulabschluss voraus bzw. etwas gleichwertiges. Dieses Einstiegsamt ist heute nur noch wenig vertreten. Wenige Beispiele sehen sie weiter unten. Bis 2005 war auch die Zollverwaltung vertreten. Bevor die Post und die Bahn privatisiert wurde, gab es eine Reihe von unterschiedlichen Tätigkeiten, wie z. B. Schaffner, Aufsichtsdienst, Postbote, Schrankenwerter, etc. Die Besoldungsgruppen fangen bei A2  an und enden in der Regel bei A6.

Beispiele:

  • Allgemeiner Verwaltung
  • Justizwachtmeister
  • Empfangs- und Pförderdienst Tätigkeiten bei Behörden

 

Verbeamtete im mittleren Dienstgrad

Grundvoraussetzung hier die die mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit einer Berufsausbildung (z. B. eine technische Ausbildung). Je nach Behörde dauert die Ausbildung 2 - bis 2,5 Jahre und endet mit der Prüfung (Laufbahnprüfung). Die Besoldung beginnt bei A5 und geht bis A9. Ein Aufstieg in den gehobenen Dienst ist möglich. Tätigkeitsfelder umfassen in der Regel ausführende Aufgaben in manchen Bereichen auch kleinere Leistungsfunktionen.

Beispiele:

  • Innere Verwaltung
  • Deutsche Bundesbank Beamter (auch höhere Dienstgrade möglich)
  • Bundesnachrichtendienst
  • Feuerwehr
  • Justizverwaltung
  • Vermessungstechnik
  • Sozialverwaltung
  • Zolldienst

 

Beamte im gehobenen Dienstverhältnis

Fachhochschulreife wie Abitur gelten hier als Mindestvoraussetzung. Eine Bewerbung vom mittleren Dienst zum gehobenen Dienst ist möglich, auch wenn keine Hochschulvoraussetzung besteht. Auch Studiengänge sind im gehobenen Beamtenverhältnis möglich. Die Einstiegsbesoldung liegt je nach ergriffener Berufswahl ab A9 bis A13. (Real- und Sonderschullehrern in der Regel A13, Grund- und Hauptschullehrern beginnt die Eingangsbesoldung bei A12)

Mögliche Berufe:

  • Auswärtiger Dienst
  • Kriminaldienst
  • Bahnwesen
  • Wehrverwaltung
  • Rechtspfleger
  • Archivdienst
  • Sozialversicherung

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Beamter im höhen Dienst

Ein abgeschlossenes Studium (z. B. technisches Studium) mit einem Master oder vergleichbaren Abschluss gelten hier als Voraussetzung. Hierbei handelt es sich um die höchste Laufbahn für Beamte in Deutschland.  Die Umfangreiche Ausbildung endet mit dem ersten und zweiten Staatsexamen und bietet unterschiedliche Berufsmöglichkeiten an. Vom Jurastudium bis hin zum Regierungsrat sind sämtliche Tätigkeitfelder möglich. Die Besoldung beginnt ab A13.

Verschiedene Auswahl:

  • Bauverwaltung
  • Wehrtechnik
  • Steuerverwaltung
  • Gewerbeaufsicht
  • Umweltverwaltung
  • Direktor
  • Wissenschaftlicher Assistent

 

Dienstunfähigkeitsversicherung für Telekombeamte, Bahnbeamte und Postbeamte

Früher gab es Telekom-, Bahn- und Postbeamte. Nach der Privatisierung der entsprechenden Betriebe wurden keine neuen Beamte mehr eingestellt. Häufig sind diese Beamte nun "in sich Beurlaubung". Auch hier ist eine Absicherung mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung noch möglich.

 

 

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